Rakowski Protokoll.pdf


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4.000 Spanier waren im antibolschewistischen Kampf an der Ostfront gefallen,
aus sowjetischer Gefangenschaft kehrten am 2. April 1954 286 Spanier zurück.
Der strategische Wert einer so kleinen Kampfeinheit wie der spanischen Blauen
Division war sicher nicht sehr groß, jedoch war die Treue dieser heldenhaften
europäischen Spanier im taktischen Einsatz nicht hoch genug einzuschätzen, und
ihr Kampf für Europa wird für immer im Andenken der Gerechten bleiben.
Die größte Tat, welche die Geschichte der Völker und Menschen oft rein
zufällig ausführen läßt, gelang einem einfachen Freiwilligen der spanischen
Division, als dieser vor dem Kampfabschnitt der Division die Leiche eines
gefallenen Sowjetrussen in einer Bauernkate fand. Eine Überprüfung der Papiere
und des Tascheninhalts dieses Offiziers brachte zunächst nichts Besonderes
zutage, der Tote war einer der vielen NKWD-Ärzte in Stalins Gulagreich
gewesen. Sein Name war Dr. Josef Landowski und, was die Überraschung
ausmachte, er hatte eine Menge beschriebenes Papier bei sich, darunter einige
eng beschriebene Hefte. Es war eigentlich ein Fund von weltgeschichtlicher
Bedeutung von so brisantem Inhalt, daß, ginge es auf der Welt mit rechten
Dingen zu, würde alles nach Wahrheit und Völkerrecht zugehen und nicht nach
Geld, Waffen, Rohstoffen und Erdöl, sofort eine Weltgeschichtsrevision hätte
stattfinden müssen. Die Rollen hätten in Nürnberg sofort vertauscht werden
müssen - das bewiesen die Papiere bei dem Toten, deren Inhalt nun ans Licht
der Geschichte kam -, wo 1945 die eigentlichen Kriegsbrandstifter sich
anmaßten, zugleich als Ankläger und Richter aufzutreten und einen Akt noch nie
dagewesener Rechtsbeugung zu vollziehen. Die papiernen Aufzeichnungen bei
dem toten Landowski waren Vernehmungsprotokolle eines einst hohen
Mitglieds der sowjetischen Normenklatura; er heiß Christjan Gurjewitzsch
Rakowski, war nach der Oktoberrevolution von 1917 Ratsvorsitzender des
Ukraine-Sowjets gewesen, dann sowjetischer Geschäftsträger in London,
anschließend Sowjet-Botschafter in Paris. Als Weggefährte Lenins und vor
allem Trotzkis geriet Rakowski nach Lenins Tod mehrmals in Stalins Schußlinie
und letztlich in das Räderwerk von Stalins mörderischer Justizmaschine, die ihn
1938 erneut in die Lubjanka brachte, wo er von dem GPU-Offizier Gabriel G.
Kuzmin verhört und vernommen wurde.
Da Rakowski in den führenden diplomatischen Kreisen in London und Paris
verkehrte, als Bonvivant auch in den von hochgradigen Freimaurern
durchsetzten Pariser High-society-Salons seine Kontakte pflegte, waren ihm, besonders nach Entsendung von Roosevelts Botschafter J. E. Davies nach
Moskau - die Pläne der Führungseliten in den westlichen bolschewistisch
korrumpierten und unterwühlten Einkreisungsmächten nicht nur gut, sondern
besser als Stalin selbst bekannt.