Rakowski Protokoll.pdf


Vista previa del archivo PDF rakowski-protokoll.pdf


Página 1...45 46 474849114

Vista previa de texto


Kuz.: Gut, sprechen wir hypothetisch. Was regen Sie an?
Rak.: Sie haben zuerst auf unsere Übereinstimmung hingewiesen. Uns
interessiert der Angriff auf die Sowjetunion nicht: denn der Sturz
Stalins würde das Zusammenbrechen dieses Kommunismus bedeuten,
der, selbst wenn er formal ist, uns doch angeht, denn wir sind
überzeugt, daß es uns noch einmal gelingen wird, ihn zu stürzen und
ihn in einen echten Kommunismus zu verwandeln. Ich glaube, genau
die Synthese des gegenwärtigen Augenblicks gegeben zu haben?
Kuz.: Ausgezeichnet! - Lösung?
Rak.: Vor allem müssen wir dafür sorgen, daß die potentielle Gefahr
eines Angriffs durch Hitler verschwindet.
Kuz.: Wenn, wie Sie versichern, "Jene" es gewesen sind, die ihn zum
"Führer" gemacht haben, müssen sie Macht über Hitler haben, daß er
ihnen gehorcht.
Rak.: Da ich mich wegen der Eile nicht gut ausgedrückt habe, so
haben Sie mich nicht gut verstanden. Wenn es auch stimmt, daß
"Jene" ihn finanziert haben, so haben sie doch weder seine Existenz
noch sein Ziel entdeckt. Der Abgesandte Warburg kam zu ihm mit
falschem Namen, es scheint nicht einmal, als ob Hitler seine
Rassenzugehörigkeit erraten habe; außerdem log er über diejenigen,
die er vertrat. Er sagte, er sei von einer Finanzgruppe der Wallstreet
abgesandt, die daran interessiert sei, die nationalsozialistische
Bewegung als eine Drohung gegen Frankreich zu finanzieren, dessen
Regierung eine Finanzpolitik verfolge, die die Wirtschaftskrise in den
USA hervorrufe.
Kuz.: Und glaubte Hitler das denn?
Rak.: Das wissen wir nicht. Es kam auch nicht darauf an, daß er die
Gründe glaubte, unser Ziel war, daß er triumphieren sollte, ohne ihm
irgendeine Bedingung aufzuerlegen. Das wirkliche Ziel, unser Ziel
war, den Krieg zu provozieren - und Hitler war der Krieg, begreifen
Sie?