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Rakowski Protokoll.pdf


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Rak.: Wir sind keine Spione Hitlers, wir hassen Hitler so, wie Sie ihn
hassen, so wie Stalin ihn hassen kann, vielleicht noch mehr. Aber die
Sache ist sehr kompliziert.
Kuz.: Ich werde Ihnen helfen. Vielleicht weiß ich auch etwas. Ihr
Trotzkisten habt Kontakt mit dem Deutschen Generalstab
aufgenommen, nicht war?
Rak.: Ja!
Kuz.: Seit wann?
Rak.: Das genaue Datum weiß ich nicht, aber bald nach dem Sturz
Trotzkijs, lange bevor Hitler an die Macht kam.
Kuz.: Dann sind Sie also nicht Spione von Hitler persönlich oder von
seinem Regime?
Rak.: Richtig. Wir waren es schon vorher.
Kuz.: Und mit welcher Absicht? Etwa um ihm einen Sieg und einige
russische Gebiete für Deutschland zu schenken?
Rak.: Nein, keinesfalls.
Kuz.: Dann also als gemeine Spione, für Geld?
Rak.: Für Geld? Wir haben keine Mark von Deutschland bekommen.
Hitler hat nicht entfernt genug Geld, um beispielsweise einen
Volkskommissar für innere Angelegenheiten der Sowjetunion zu
kaufen, hat doch dieser zu seiner freien Verfügung ein Budget, das
größer ist als die Vermögen der Ford, Morgan und Vanderbilt
zusammen, ohne auch nur darüber Rechenschaft geben zu müssen.
Kuz.: Also - aus welchem Grunde dann?
Rak.: Darf ich ganz frei sprechen?