Rakowski Protokoll.pdf

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Kuz.: Sie werden verstehen, daß ich jetzt keinen Zettelkasten hier
habe, um alle die Personen nachzusehen, die Sie erwähnt haben, aber
ich nehme an, daß diese sehr weit weg sind. Wo sind sie?
Rak.: Zum größten Teil in den Vereinigten Staaten.
Kuz.: Sie werden verstehe, daß, wenn wir da eine Aktion einleiten,
uns das viel Zeit kosten wird. Und wir haben es eilig. Nicht wir,
sondern Sie, Rakowskij.
Rak.: Ich?
Kuz.: Ja, Sie, erinnern Sie sich, daß Ihr Prozeß sehr bald beginnen
soll. Ich weiß es nicht, aber ich halte es für nicht allzu kühn, daß wenn
der Vertrag hier den Kreml interessieren soll, er ihn interessieren
müßte, bevor Sie vor dem Gericht erscheinen; das wäre für Sie eine
sehr entscheidende Sache. Ich glaube, daß Sie in Ihrem eigenen
Interesse uns sehr schnell etwas liefern müßten. Das Wesentliche
wäre, eher in Tagen als in Wochen einen Beweis dafür zu bekommen,
daß Sie die Wahrheit gesagt haben. Ich glaube, daß, wenn Sie uns den
liefern könnten, ich Ihnen fast relativ große Sicherheiten geben
könnte, Ihr Leben zu retten . . . Anderen Falles garantiere ich für
nichts.
Rak.: Gut, ich werde es wagen. Wissen Sie, ob Davies in Moskau ist?
Ja, der amerikanische Botschafter.
Kuz.: Ich glaube, ja. Er müßte zurückgekehrt sein.
Rak.: Das wäre ein Weg.
Kuz.: Ich glaube, wenn es so ist, müßten Sie mit ihm beginnen.
Rak.: Nur ein so außergewöhnlicher Fall, glaube ich, gibt mir das
Recht, gegen die Regeln einen amtlichen Weg zu verwenden.
Kuz.: Können wir demnach annehmen, daß die amerikanische
Regierung hinter all dem steht?
