Rakowski Protokoll.pdf


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damit die demokratische Revolution sich überschlägt. Und mehr noch
- Kerenskij muß die totale Übergabe des Staates an die Kommunisten
durchführen und vollendet sie, Trotzkij kann "unsichtbar" den ganzen
Staatsapparat übernehmen. Welch sonderbare Blindheit! Das ist die
Wirklichkeit der so viel besungenen Oktober-Revolution: Die
Bolschewisten übernahmen die Macht, die "Jene" ihnen auslieferten.
Kuz.: Sie wagen also zu behaupten, Kerenskij sei ein Komplize von
Lenin gewesen?
Rak.: Von Lenin, nein, aber von Trotzkij, ja, besser gesagt: von
"Jenen"!
Kuz.: Absurd!
Rak.: Können Sie nicht verstehen? Gerade Sie nicht? Das wundert
mich. Wenn Sie, als Spion im Schutz des Geheimnisses um Ihre
Persönlichkeit, es fertigbringen, Befehlshaber einer feindlichen
Festung zu sein - würden Sie nicht die Tore den Angreifern, denen Sie
wirklich dienen, öffnen? Würden Sie nicht ein Besiegter und
Gefangener mehr sein? Vielleicht würden Sie nicht die Gefahr laufen,
beim Angriff auf die Festung zu sterben, wenn ein Angreifer, der nicht
ahnt, daß Ihre Uniform nur eine Maske ist, Sie für einen Feind hält?
Glauben Sie mir: ohne Denkmäler und Mausoleum verdankt der
Kommunismus Kerenskij mehr als Lenin.
Kuz.: Wollen Sie damit sagen, daß Kerenskij sich bewußt und
freiwillig besiegen ließ?
Rak.: Ja, das steht für mich fest. Verstehen Sie das bitte, da ich ja bei
all dem persönlich dabei war. Aber ich werde Ihnen noch mehr sagen:
Wissen Sie, wer die Oktober-Revolution finanziert hat? "Jene" haben
sie finanziert, genau durch die gleichen Finanzleute, die Japan und die
Revolution von 1905 finanziert haben. Jacob Schiff und die Brüder
Warburg, das heißt der große Bund der Banken, eine von den fünf
Federal-Reserve-Banken, die Bank Kuhn, Loeb & Co., wobei sich
andere europäische und amerikanische Bankiers beteiligten, wie
Guggenheim, Hanauer, Breitung, Aschberg von der "Nya Banken" in